von Harald Gallinnis, und Jan Hettler


Zweite Rennhälfte GT

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Auf der Strecke mangelt es Dirk Müller und Dirk Werner noch an Topspeed. Bruni überholt im AF-Corse F430 den BMW auf der Startgerade.

Zur 5h Marke muss Tim Mullen den vorne plazierten CRS-Ferrari mit einem Antriebswellenschaden abstellen. Bruni hat den AF-Corse-Wagen inzwischen weiter nach vorne geprügelt und übernimmt nach dem nächsten Stopp des Proton-Porsche zwischenzeitlich die Führung. In der #77 wechselt man bei jedem Stopp die Piloten, die daraufhin Vollgas geben.
 

Bei Schnitzer gibt es einen Rückschlag als der M3 - wieder mal kurz vor einem Stopp auf P3 liegend mit Anzeichen leichter Inkontinenz in die Box kommt. 12 Minuten muss man bei der Reperatur des Kühlers liegen lassen. Auf Klassenrang 7 liegend nimmt man das Rennen wieder auf.

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Alesi wechselt in 2.plazierten AF-Corse. Pierre Kaffer legt sich den AF-Corse-F430 von Russo zurecht und kann sich am Ende im Kampf um P4 durchsetzen. 1 Runde hinter den beiden müht sich der Saleen um Anschluss.  Dann folgt eine grössere Lücke von 5 Runden auf den BMW. 

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Zur Halbzeit führt Marc Lieb im 997 RSR Porsche von Proton Felbermayr vor Narac im IMSA-Performance-Porsche. Der fällt jedoch in der Folge zuürck, so das der CRS-Ferrari von Mullen/Kirkaldy zwischnzeitlich P2 übernimmt. Falls mittlerweile Fragen zum Verbleib des Larbre-Saleens aufgekommen sind: der zieht mittlerweile inmitten der GT2 seine unspektakulären Kreise.

Bei BMW stösst man durch einen vergleichsweise niedrigen Verbrauch immer wieder bis auf P3 vor, da der M3 GT2 als einer der letzten Wagen zum Tankstop herein kommt. Für Norbert Singer - Oberstratege bei Porsche - sind die Münchner Konkurrenten ein Geheimfavorit. "Die sind vom Verbrauch her ähnlich günstig wie unser Auto. Die #77 wird sich gegenüber den meisten Konkurrenten einen Tankstopp sparen können. Bei der #88 wissen wir das noch nicht so genau. Aber ich habe dem Charley Lamm schon gesagt das er uns wohlmöglich schon näher ist, als uns lieb ist."

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Als Richard Lietz beim nächsten Stint in die #77 steigt, liegt man wieder in Führung. Am AF Corse-Ferrari von Melo Bruni zeichnen sich zunehmend Probleme ab. Vilander/Fisicella/Alesi übernehmen die Rolle des schnellsten Ferraris.
Während seines Stints stellt Richard Lietz allerdings fest, das beide Stossdämpfer vorne Rennmüde sind und sich jeweils mit einem Bruch verabschiedet haben. Übel über die Curbs springend wird der blaue Porsche zu einer sehr delikaten Beschäftigung seiner Piloten.

Weiter hinten im Feld verhageln technische Malaissen dem Hankook Farnbacher-Ferrari ein besseres Resultat. Die Nürnberger Truppe hat ein loses Lenkrad und eine kaputte Servopumpe zu fixieren und verliert 19 Minuten gegenüber der Konkurrenz.

Inzwischen greift auch der zweite Felbermayr-Proton Porsche ins Geschehen ein. Patrick Long verbessert sich von P4 auf P3. Der Amerikaner in Diensten der süddeutschen Mannschaft liegt nun im Sandwich der  AF-Corse-Ferraris von Vilander und Perez-Compangnac.

1h vor Rennende wird dann klar das Melo/Bruni vorzeitig die Segel streichen müssen. Ein herber Rückschlag für ihre Meisterschaftsambitionen, da es bei diesem Lauf möglicherweise doppelte Punkte geben könnte, wenn der führende Wagen die 1500km Distanz überschreitet. 40 Minuten vor Schluss lautet die Reihung in der GT2 Lietz vor Vilander, Long, Russo, der Perez-Compangnac abgelöst hat und Kaffer auf dem CRS-Ferrari. Der GT1-Saleen beschliesst das Paket.

(c) GT-Eins.deAls Jean Alesi beim letzten Boxenstop in den zweitplazierten AF Corse-Ferrari schlüpft geht Pat Long in der #88 vorbei. Norbert Singers Strategie geht auf. Beide Proton Porsche können sich am Ende einen Boxenstopp sparen und fahren am Ende einen für die Meisterschaft äusserst komfortablen Doppelsieg.  Für Marc Lieb ist es der mittlerweile 11.te GT2-Sieg in der LMS. Hinten den beiden deutschen Porsche kommt das F1-Piloten-Auto von AF-Corse auf einen Podiumsrang.  Vilander, Fisicella und Alesi klettern bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen auf das Podium. Pierre Kaffer, Pierre Ehret und Phil Quaife belegen dahinter P4, während man bei Larbre einen hart erkämpften Klassensieg in der GT1 verzeichnen kann.

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von Harald Gallinnis und Jan Hettler

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